Archiv für die ‘Gedacht’ Kategorie

Internetsucht

10 Februar 2012

Spannender Artikel beim Webmaster Friday, es geht um die Frage “Bist du Internet – süchtig?“.

Das ist natürlich eine spannende Frage und man muss hier die Entwicklung des Internet in den letzten Jahren betrachten. Früher … (!!!) war das Internet ja zum reinen abrufen von Informationen. Man konsumierte bereitgestellte Inhalte, doch das Internet hat sich gewandelt. Es kamen die eigenen Homepages, wo man Inhalte präsentierte, dann kamen die Blogs wir man relativ schnell und aktuell über Themen schrieb, dann kamen die Social Networks, Twitter und Co.. Ab diesem Zeitpunkt lässt der welche aktiv mitmacht jeden an seinem Leben teilnehmen. Realität und virtuelle Welt verschmelzen.
Dem ganzen gegenüber steht auch die Entwicklung vom Konsumenten, zum Produzenten von Webinhalten bis zur heutigen eigenen Onlineidentität. Sowas kostet natürlich auch alles mehr Zeit um Sie zu pflegen.

Einige Fragen sind natürlich sehr spannend in dem Bereich.

Ist das soziale Leben im Internet einfacher als das reale? Macht die eigene virtuelle Identität mehr Spaß? Hat man mehr Möglichkeiten?

Man kann die Fragen nicht so leicht beantworten, ich denke aber für viele Leute ist das soziale Leben online einfacher als das Reale, Sie können sich und Ihre Gefühle, Verletzlichkeiten hinter der Tastatur und dem Monitor verstecken, was in einem reallen Gespräch nicht so geht. So ist es dann für viele einfacher, aber letztendlich doch wieder schwerer, weil Ihnen die Sozialkompetenzen fehlen.

Aber die spannendste Frage ist, ist man eigentlich Internet-süchtig oder ab wann ist man süchtig und kann man auch noch ohne Internet?

Dies kann man nicht pauschal beantworten, ich persönlich verbringe an manchen Tagen fast 14 Stunden vor dem PC, würde aber nicht sagen, das ich Internetsüchtig bin. Ich weiß leugnen erste Form der Sucht. ;-) Die Frage ist aber, was mache ich in der Zeit vorm PC, dallere ich rum, zocke ich Online Games oder wie in meinem Fall arbeite ich. Ich persönlich arbeite sehr viel im Internet, deshalb auch meine Aussage. Ich persönlich kann auch man ohne Internet, ich versuche es oft am Wochenende und nutze die Zeit vorm PC nur zum Mails checken, was ich aber mit Post aus dem Briefkasten holen gleichsetze! Ich denke schon, ich kann auch ohne, aber die Frage ist will ich das. Dank Smartphone ist es ein leichtest strittige Fragen innerhalb von Sekunden online zu recherieren. Mal ein Blick auf die Werbung der Lieblingspizzabude, den Öffnungszeiten des Kinderspiellandes oder oder …Das Internet bereichert unsere Leben, man muss es nur sinnvoll einsetzen.
bist Du eigentlich Internet-süchtig? Kannst Du noch mehrere Tage offline sein, ohne Entzugserscheinungen zu bekommen?

Frauenfussball WM

27 Juni 2011

Die Frauenfussball WM ist im vollen Gange, die deutschen Damen haben das erste Spiel 2:1 gewonnen. Was will man mehr? Ganz ehrlich Aufmerksamkeit, ich höre hier nichts von Public Viewing und Co. Die Mädels schaffen es zwar auf die erste Seite der Zeitung, aber nur als kleinen Beitrag und nicht als halbseitige Reportage, wie man es von den Herren gewöhnt ist. Finde ich ungerecht.

Bin Laden tot

3 Mai 2011

Gestern gab es ja keine andere Meldung, als das Osama bin Laden durch die USA in Pakistan getötet wurde. Die USA feierte daraufhin.
Ich sehe das alles mit gemischten Gefühlen. Was wird die Reaktion der Al Kaida sein? Wer kommt nach Osama Bin Laden?
Auch finde ich dies alles sehr komisch. Ich gehe mal davon aus, das Sie ihn lebend haben wollten, ansonsten hätten ein paar Scharfschützen gereicht und das Thema wäre erledigt gewesen. Das seine Leiche aber so schnell im Meer bestattet wurde, finde ich komisch und macht es für mich unglaubwürdig. Ich kenne aber auch die islamischen Regeln und Bräuche dazu nicht.
Auch finde ich die Reaktion unserer Kanzlerin sehr bedenklich, Sie äußerte Freude darüber das es gelungen sei, jemanden zu töten und das von jemanden aus einer christlichen Partei?

Stresow – eine traurige Geschichte

7 April 2011

Der kleine Ort Stresow hat nach der Landtagswahl in Sachsen Anhalt, traurige Berühmtheit erlangt. Statistisch gesehen wählte jeder 4 dort die NPD. Der News.de Redakteur Björn Menzel war in Stresow, und schrieb einen ausführlichen Bericht “Sieg der NPD: Das gallische Dorf Stresow“.
Die Frage der Ursachen muss sich hier nicht gestellt werden, Sie sind offensichtlich. Die Politikverdrossenheit ist traurig aber war. Doch wo wird es hingehen in solchen Orten, gerade in Bezug auf den demografischen Wandel? Wir werden in den nächsten Jahren viele verwaiste Landstriche kriegen, welche ein idealer Nährboden für extremes Gedankengut sein werden. Hier gilt es politisch gegenzusteuern. Mit politisch gegensteuern verstehe ich aber nicht, das diese Aufgabe an die kleinste Ebene der Kommunalpolitik geschoben wird, sondern hier muss bundespolitisch etwas geschehen.

Linktipp vom 28.01.2011

28 Januar 2011

Angekündigt wurde schon vor einer Woche via Twitter das ein Tsunami durch die Blogosphäre gehen wird (oder so ähnlich), von einem “Schleichwerbesumpf in der Blogger-Szene” war die Rede und Sascha Pallenberg von www.netbooknews.de wollte ihn enthüllen. Dies tat er nun gestern mit folgenden Artikel .

Bekanntlich wird ja nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird. Werbung gehört nunmal zum Leben dazu und ganz persönlich finde ich es auch nicht schlimm. Klar Linkkauf ist laut Google verboten aber mehr erstmal nicht. Jeder Blogger ist nur sich gegenüber Rechenschaft schuldig und ganz ehrlich klar ist der eine oder andere Euro auch verlockend, weil der Großteil der deutschen Blogger machen dies nicht hauptberuflich. Linkkauf Anfrage erreichen die Meisten meiner Meinung nach täglich. Der Blogger ansich muss sich einig sein und warum nicht verlinken für wenn er mit dem Produkt zufrieden ist?
Klar für den Leser hat sowas einen Beigeschmack und er merkt schnell wenn etwas nicht stimmt. Man kann nicht über etwas mit Leidenschaft schreiben, was einen nicht gefällt! Auch wenn in alte Beiträge plötzlich Links eingefügt werden, die teilweise unpassend sind oder nicht zum Stil des Bloggers passen fällt das auf. Letztendlich lebt ein Blog mit den Lesern und darauf muss auch der Autor achten. Ich finde es legitim wenn er Schleichwerbung macht, wenn der Autor es mit seinen Gewissen vereinbaren kann. Als Leser merkt man dies. Der Autor verdient so wenigstens den ein oder anderen Euro, weil richtig bloggen ist Arbeit und kostet viel Zeit. Andere Modelle die Arbeit des Autors zu honorieren als Flattr und Co haben sich ja nicht so durchgesetzt.

Der Osten zahlt noch immer

19 November 2010

Ich könnte jetzt hoch politisch werden und auch in die Geschichte eintauchen und von Reparationsleistungen des ehemaligen DDR an die Russen anfangen, aber das will ich nicht.
Zwanzig Jahre nach der sogenannte “Wende” gibt es immer noch Unterschiede von Ost und West die nicht gerechtfertigt sind. Ich frage mich warum gibt es andere Löhne und Ost und West?

Die Leute leisten hier die gleiche Arbeit, manchmal sogar noch besser aufgrund der Angst den Arbeitsplatz zu verlieren, aber warum soll diese Arbeit hier weniger wert sein. Diese Frage wurde ganz spannend im Ostlife Blog aufgeworfen. Besonders schön finde ich dahingehend die Aussage

Im Osten zu leben heißt Überzeugungstäter zu sein.

Sie trifft den Nagel auf den Kopf. Worauf ich aber hinaus will, der Osten zahlt noch immer die Zeche, weil die Leute wandern hier ab, das heißt wir haben hier und werden auch in Zukunft massive Probleme kriegen. Die Frage warum die Leute abwandern muss man sich eigentlich kaum stellen, es ist nicht weil wir hier die Ostsee haben und eine schöne Landschaft, sondern die Ursache liegt einfach am Lohngefüge und den fehlenden Jobs. Persönlich stand ich in meinem Leben mehrfach vor der Entscheidung, wohin Ost oder West. Heimat verlassen, dafür aber brutto mind. 500 EUR mehr. Ich bin hier geblieben weil ich Überzeugungstäter bin, weil ich möchte das meine Kinder es hier geniessen können wie ich in meiner Kindheit.

Folgen der Loveparade

30 Juli 2010

Man sagt ja im allgemeinen, jedes Schlechte hat auch was Gutes, dies klingt jetzt makaber ist aber so. Als Folgen der Loveparade in Duisburg wurde in , die Genehmigung für die Party im Warnowtunnel zurückgezogen und auch das Sicherheitskonzept der Hanse Sail nochmal kritisch beleuchtet.
Das finde ich gut, die Party im Warnowtunnel ist mir persönlich egal, wer so “verrückt” ist soll sich sowas antun. Alle die bei der letzten Party dabei waren, die ich gesprochen habe, wollten sowieso nicht wieder hin. Das mit der finde ich schon besser. Ich wundere mich seit Jahren, das auf der bisher nur einen Toten gegeben hat (2009 war ein alkoholisierter 44 jähriger in Wasser gestürzt und ertrunken). Ich erinnere mich noch genau an die Menschenmassen die sich Abends angetrunken im Stadthafen einen halben Meter von der ungesicherten Kaikante lang schieben. Ich fand das schon immer gefährlich, für mich auch ein Grund nicht zu zu fahren.

Schulpolitik MV

30 Juli 2010

Als Familienvater empfinde ich die Schulpolitik in langsam als ein Witz. Gestern ließ man im Bildungsministerium verlauten das die Personalförderungen für private Schulen in deutlich gesenkt werden, was bei vielen Schulen nur 2 Wege zur Folge haben kann, entweder man schließt die oder man erhöht die Elternbeiträge drastisch.
Aus meiner Sicht ist dies wie gewohnt der falsche Weg der dort beschritten wird, die falsche Richtung wurde mal wieder mit einer Zielsicherheit eingeschlagen die verblüffend ist. Vielleicht sollte man erstmal durchdenken, warum es private Schulen in MV gibt und warum sich diese auch so einer Beliebtheit erfreuen.
Schulen in privater Trägerschaft sind zum Beispiel entstanden, weil eine weiterführende örtliche Schule geschlossen wurde, als Beispiel kann man hier Graal Müritz nehmen. Die Schule erfreut sich so eines Zulaufes, weil aus Sicht vieler Eltern der jetzige Weg zu örtlich zuständigen Regionalschule unverhältnismäßig bzw unmöglich ist.
Selbst aus meiner Schulzeit, welche schon mehr als 10 Jahre her ist kenne ich Beispiele, wo der Schultag für ein Kind von morgens 6:50 Uhr (mit dem Bus zur Schule) bis Abends 19 Uhr ging. Wenn man überhaupt noch nach Hause kommt. Hier hilft nur eines die Eltern müssen Ihre Kinder selber mit dem PKW zur Schule fahren und abholen. Wenn man jetzt natürlich gegensetzt, MV ein Land der “Dienstleiter” ist, dann erkennt man schnell das viele Eltern gar nicht in der Lage dazu sind.
Gleiches gilt natürlich für die Betreuungszeit, in privaten Schulen gibt es meist eine längere Betreuung als in öffentlichen Schulen. Für Hortplätze gibt es teilweise lange Wartelisten im Land. Da frag ich mich was soll ein Elternteil den machen? Arbeiten im Tourismus, den Gästen unseres Landes rund um die Uhr dienen, aber das Land schafft es nicht mal unsere Kinder zu versorgen.
Gleiches gilt übrigens auch für Kindergärten, die Kindergärten im Land die am Wochenende oder länger als bis 18 Uhr geöffnet haben kann man abzählen, die Läden und Betriebe dagegen nicht, weil es so viele sind.
Ein weiterer Grund für den Zulauf privater Schulen ist die Qualität der Beschulung in MV, die teilweise sehr fragwürdig ist. Ich möchte hier keinem Lehrer einen Vorwurf machen, sondern eher dem Bildungsministerium, welche für die Arbeitsbedingungen zuständig sind. Wie soll denn das was werden, wenn Lehrer während des Tages in 3 verschiedenen Orten unterrichten muss? Wenn Lehrer nicht mehr Heimatnah eingesetzt werden, wenn Sie in einem Jahr an dieser und im Nächsten Jahr an einer anderen Schule unterrichten. Wenn Sie heute noch nicht wissen, wieviel Sie nächstes Schuljahr unterrichten sollen, dürfen oder müssen? Das alles wirkt sich auf die Qualität des Unterrichtes aus. Der Lehrer gibt seine Stunden und ist danach verschwunden, die wenigsten bauen eine Beziehung zur Schule, zu den Kinder und zum Ort auf. So bleiben die zusätzlichen Angebote auf der Strecke.
Ungeachtet dessen glaube ich übrigens, das es der Berufsgruppe Lehrer viel zu gut geht.
Man könnte jetzt so weiter machen und verschiedene Aspekte erwähnen, aber auch mir ist klar spielt eine große Rolle. Aber viele Sparmodelle funktionieren halt in einem Flächenland wie MV nicht. Die persönliche Situation der Eltern wie Sie in MV vorherrscht muss halt berücksichtigt werden. Aus meiner Sicht sind die vielen privaten Schulen eine Konsequenz aus der schlechten Schulpolitik der letzten Jahre. Vielleicht sollte man die Fehler erkennen und nicht versuchen die Konsequenzen zu beseitigen. Man sollte auch bedenken, das bei dem niedrigen Lohngefüge die Eltern auch nicht in der Lage sind mehr in die Bildung der Kinder zu investieren. Wenn Sie es tun, belasten Sie den vielleicht später (Altersarmut), weil Sie keine Rücklagen bilden konnten.
Gerade vor dem Hintergrund eines drohenden Fachkräftemangels, sollte man jetzt schon ordentlich in Bildung der eigenen Kinder investieren, anstatt später mit viel Geld Fachkräfte anzulocken.

Spritpreise

30 März 2010

Ich lese gerade in der Ostseezeitung einen Artikel, welcher sich inhaltlich mit den Spritpreisen, welche ja auch zu Ostern wieder steigen beschäftigt. Dort sind einige Personen mit ihren Statements abgebildet. Unter anderem jemand, der folgende Aussage trifft:

Wenn das so weitergeht, muss ich aufs Rad umsteigen.

Wenn ich so was lese, dann weiß ich das Benzin ist noch zu billig, zu mindestens für diese Person. Für jemanden der natürlich nicht die Chance hat auf das Rad umzusteigen für den sollte der Preis natürlich nicht so hoch sein. Aber wenn ich sowieso mit dem Rad fahren könnte und das nur nicht tue, weil ich zu bequem bin. Naja.

Aber mal abgesehen von diesem Menschen, sicherlich empfinde ich persönlich die Spritpreise auch für zu hoch, besonders vor dem Hintergrund des relativ niedrigen Rohölpreises. Das ist natürliche ein Missstand, aber daran merkt man in welcher Abhängigkeit wir doch eigentlich von den Mineralölkonzernen sind. Nur ein globaler Boykott der Konzerne, könnte aus meiner Sicht was bewirken.

Steuersünder CD

29 März 2010

Die CD soll ja 2,5 Mio EUR gekostet haben und durch die ganzen Selbstanzeigen soll es inzwischen zu Nachzahlungen im Umfang
von schätzungsweise über einer Milliarde EURO kommen.
Aber ich mag nicht so Recht daran glauben. Gab es diese CD wirklich oder war Sie nur eine clever eingefädelte PR Aktion vom Vater . Würde man der Regierung gar nicht zutrauen. ;-)
Vielleicht sind die 2,5 Mio EUR auch ein Beraterhonorar für diese Aktion.